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Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln

Tel.: 0221-92424-470
Fax: 0221-92424-460

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Seed-Implantation - Indikation und Heilungsraten

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Nach aktuellen Daten aus dem Seattle Prostate Institute liegt die 10-Jahres-Überlebensrate nach Seed-Implantation bei Patienten mit einem niedrigen Risiko bei 94 bis 98 Prozent und bei Patienten mit mittlerem Risiko bei 89 bis 97 Prozent. Wie die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Westdeutschen Prostatazentrums* demonstrieren, betrug die biochemische Rezidivfreiheitsrate nach einem Follow-up von 71 Monaten für Patienten mit niedrigem und mittlerem Risikoprofil 97 bzw. 94 Prozent. Die Ergebnisse bestätigen Langzeitstudien aus führenden europäischen und US-amerikanischen Instituten. Ein vergleichbares Ergebnis erzielten Potters und seine Mitarbeiter (Potters et al. 2004): Von insgesamt 733 Patienten weisen nach 7 Jahren 84 Prozent einen PSA von < 0,5 ng/ml auf. Damit gilt die Seed-Implantation bei lokal begrenzten Tumoren als gleichwertig wirksames Verfahren zur Prostatektomie (Kupelian et al. 2004) ist jedoch für den Patienten wesentlich schonender.

*Neubauer S, Derakhshani P., Weise C., Spira G.: Interstitial low-dose-rate mono-brachytherapy with I125-relapse-free survival and dosimetric outcome for localised prostate cancer in a single european institution

Für wen geeignet?
Nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften für Urologie und Strahlentherapie wird die Seed-Implantation vor allem für Niedrig-Risiko Patienten mit einem PSA<10 (in Einzelfällen bis 15), einem Gleason-Score < 7b und einem Tumorstadium von T1c oder T2a sowie einem Prostatavolumen von < 50ml empfohlen. Nicht geeignet sind Patienten, die innerhalb der letzten sechs Monate eine transurethrale Resektion der Prostata durchführen haben lassen.