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Alle sprechen von Qualitätskontrolle – die Ärzte des Prostatazentrums haben sie jetzt unter Beweis gestellt. Nach erfolgreicher Einführung und Umsetzung eines Qualitätsmanagement-Systems erhielten sie am 27. September 2009 die ISO-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008, welche seitdem jährlich aktualisiert und re-zertifiziert wird.
Qualität und Transparenz in der Behandlung ihrer Patienten haben für Dr. Stephan Neubauer und Dr. Pedram Derakhshani seit Gründung der urologischen Abteilung im Jahr 2000 höchste Priorität. „Gerade bei modernen hochspezialisierten Behandlungsmethoden, wie endoskopischen Prostataentfernungen oder auch der Brachytherapie (innere Bestrahlung) beim Prostatakarzinom hängt der Erfolg von der Erfahrung und Konstanz des Behandlungsteams ab“, betont Dr. Neubauer. „Nur wer über ausreichend Erfahrung verfügt und Therapien an einer hohen Fallzahl von Patienten durchführt, kann Qualität liefern“, so der Urologe weiter.

„Durch das Qualitätsmanagment-System werden vor allem Transparenz der Abläufe, Optimierung von Arbeitsprozessen und die Erfüllung gesetzlicher Forderungen bestätigt“, erklärt Dr. Derakhshani. So hat das Urologen-Team für jedes Krankheitsbild in der Urologie einen „klinischen Pfad“ erarbeitet. Darin sind minutiös alle Schritte in präziser Abfolge dokumentiert. „Alles verläuft nach einem genau definierten Ablaufplan, so dass jeder weiß was wann und wie zu tun ist“, so Dr. Derakhshani. Ein weiteres Qualitätsmerkmal der Urologischen Abteilung ist die enge und langjährige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Strahlentherapeuten der Klinik am Ring, die sich im Rahmen des Westdeutschen Prostata-zentrums (WPZ) etabliert hat. Desweiteren erstreckt sich die Zusammenarbeit mit Fachkollegen von regionalen Qualitätszirkeln bis hin zu internationalen wissenschaftlichen Kooperationen und Projekten. So veranstaltet das WPZ einmal im Jahr einen uro-onkologischen Kongress mit renommierten Wissenschaftlern aus Europa und den USA.

Transparenz schafft Vertrauen

„Ein QM-System zu etablieren braucht Zeit und ein motiviertes Team“, erläutert Dr. Neubauer. Über ein Jahr lang wurden die MitarbeiterInnen  der urologischen Abteilung von einer Unternehmensberatung, der renommierten KPU-Consulting betreut und in regelmäßigen Schulungen optimal auf die Zertifizierung vorbereitet. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, betont der Kölner Urologe. Denn ein etabliertes QM-System nutzt nicht nur den Ärzten und Mitarbeitern, sondern vor allem auch den Patienten. Durch die genaue Dokumentation können sie jeden einzelnen Behandlungsschritt mitverfolgen und sind umfassend über ihre Therapie informiert. Darüber hinaus stellt die urologische Abteilung ihren Patienten anschauliches Informations- und Aufklärungsmaterial über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bereit. „Die intensive und individuelle Betreuung unserer Patienten liegt uns ganz besonders am Herzen“, unterstreicht Neubauer. „Umso mehr sind wir darauf bedacht, die Betreuungsqualität ständig weiter zu verbessern“. Das WPZ verfügt zudem über eine Prostatakarzinomdatenbank, in der anhand validierter Patientenfragebögen relevante Parameter zur Lebensqualität, Miktionssituation und Sexualfunktion nach Therapie in regelmäßigen Abständen anonymisiert erfasst werden. Diese gehört mittlerweile zu einer der größten Datenbanken dieser Art. Daraus resultierende wissenschaftliche Ergebnisse wurden bereits auf einer Vielzahl von nationalen und internationalen Kongressen publiziert.

In regelmäßigen Abständen wird in s.g. Audits die Qualität durch ein unabhängiges Unternehmen überprüft. „Das QM-System landet bei uns nicht in Schublade, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt“, resümiert der Urologe. „Denn nur wenn Arbeitsabläufe und Organisationsprozesse ständig optimiert werden, können wir eine patientenorientierte Medizin auf höchstem Qualitätsniveau anbieten.“
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Berichte über das Westdeutsche Prostatazentrum

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