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Cholin kommt in zahlreichen Nahrungsmitteln vor, wird im Darm aufgenommen und gelangt dann ins Blut. Aus Eiweißbausteinen, die in pflanzlicher Kost vorkommen, kann es auch vom Körper selbst hergestellt werden. Cholin ist eine Vorstufe von Zellwandbestandteilen, den sogenannten Zellmembranphospholipiden.

Wie bei vielen anderen bösartigen Tumoren wird auch beim Prostatakarzinom eine erhöhte Konzentration an Cholin in den Zellen vorgefunden. Radioaktiv mit Kohlenstoff-11 markiertes Cholin („C-11-Cholin“) kann deshalb im Tumorgewebe des Prostata-Karzinoms vermehrt eingebaut und mit einem Positronen-Emissions-Tomographen („PET-Scanner“) bildlich dargestellt werden. C-11-Cholin unterscheidet sich von natürlichem Cholin nur durch die radioaktive Markierung und ist für den menschlichen Organismus nicht gefährlich.

Um eine zuverlässige Bildqualität zu erreichen wird die Untersuchung mit einem Kombinationsgerät (PET-CT) durchgeführt. Das Computertomogramm erfasst eine Vielzahl von Röntgenbildern und kann den untersuchten Körperabschnitt schichtweise abbilden. Es liefert präzise Angaben, wo im Körper geschwulstartige Wucherungen auftreten. Das PET liefert ergänzend Informationen, ob es sich dabei um Zellen mit erhöhter Cholin-Aufnahme tumorverdächtige Bereiche handelt.

Da inzwischen das deutlich spezifischere PSMA-PET-CT verfügbar ist, sollte die Untersuchung bei der Prostatadiagnostik nicht mehr zur Anwendung kommen.

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